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Der Kozyrev-Spiegel in der Praxis

Veröffentlicht am von Jeena Paradies
Veröffentlicht unter: esoterik

Ich habe mich der Masterarbeit "Der Kozyrev-Spiegel in der Praxis" von Dipl.-Med. Peter Conrad Facharzt für Orthopädie angenommen welche zwar völligen Bullshit beinhaltet aber dennoch irgendwie als sehr gute Arbeit durchgekommen ist.

Ein Kozyrev-Spiegel kann in seinem Inneren einen Raum-Zeit-Kanal öffnen.

Beim Spiegel handelt es sich um einen Plastikzylinder der innen mit Aluminiumfolie (sic!) verkleidet ist. Ich werde alleine wegen des Einsatzes von Aluminiumfolie immer schon sehr skeptisch. Auf jeden Fall haben russische Wissenschaftler (sic!) herausgefunden dass verschiedene Materialien wohl dazu geeignet sind die Zeit zu beeinflussen. Die Zeit sehen sie aber nicht so an wie wir sondern irgendwie als "Zeitenergie", natürlich wird nirgendwo definiert was das sein soll.

In diesen Zylinder werden dann ganz verschiedene Sachen reingetan und z.b. Weizenkeimlinge wachsen schneller und wenn sie dann ausgewachsen sind sehen sie aus wie Ur-Weizen, was auch immer das bedeuten soll, oder Wenn Lachseier darin behandelt werden dann wenn der Lachs ausgewachsen ist dann sieht er aus wie der Urlachs früher ausgesehen haben muss. Die gehen davon aus dass in Keimlingen und Eiern die Zeitenergie so komprimiert ist dass wenn man es innerhalb des Kozyrev-Spiegels behandelt dann reisen die Informationen darin (was auch immer das sein soll) zurück in der Zeit zu ihrer Urform.

Ein anderer Versuch war dass zwei Teams, eines in Sibirien das andere in Bulgarien, jeweils einen Menschen in so einen Spiegel gesetzt haben und der in Sibirien von einem Computer ein randomisiertes Symbol bekommen hatte und es via Telepatie an die Person in Bulgarien schicken sollte. Dabei haben sie festgestellt dass die Übertragung viel besser funktionierte als Telepatie ohne diesen Spiegel, zeitweise haben die Personen schon 15 Minuten bevor der Rechner in Sibirien ein Symbol ausgesucht hat das richtige Symbol empfangen und aufgezeichnet!

Person im Spiegel

Die meisten Personen die in diesem Spiegel saßen hatten das gefühl zu fliegen, ins Weltall auszutreten, symbolische Informationen empfangen, sind von Außerirdischen beobachtet worden, haben sich gedreht und anderen Unsinn von einem zehnminutigen Aufenthalt in diesem Plastikzylinder der innen mit Alufolie ausgekleidet war.

Übrigens falls ihr das am Anfang übersehen habt, der Typ der die Masterarbeit geschrieben hat ist Facharzt für Orthopädie. Das coole an dem Zylinder ist auch dass er anscheinend auch gegen alle Krankheiten hilft und die Klarheit und Hilfe bei Problemen und Entscheidungen bringt. Sie haben dann so einen Zylinder nachgebaut und sich reingesetzt und dann kamen einige Annekdoten und eine Aurachirurgische Untersuchung, es wird natürlich auch nicht erklärt was das sein soll. Oh und der gute alte Äther wurde auch ausgegraben.

Dann kam der große doppelblind-Test mit kleineren Spiegeln, es wurde aber vorsorglich eingestreut dass es vielleicht gar nicht möglich ist das doppelblind zu testen und so wurde noch eine offene (also nicht doppelblinde) versuchsreihe dazugemacht bei der der Probant wusste ob es sich um das Imitat oder den Echten Spiegel handelte. Man sollte die Zahl erraten die im Zylinder auf einem Blatt Papier steckte und es wurden Kabel aus dem Zylinder raus geführt und an so Spiralen angeschlossen. Es wurden 4 Zylinder benutzt davon 2 richtige Spiegel und zwei imitate die nicht hätten funktionieren sollen. Eine dritte Person hat die in einem Kartong zufällig angeordnet so dass der Tester und der Probant nicht wussten welche die Imitate und welche die richtigen Spiegel waren, so weit so gut auf jeden Fall. Leider hatten sie nur Zeit für 20 Probanten.

Ich weiß jetzt nicht ob die Kriterien für Signifikante abweichungen richtig gewählt wurden, wie auch immer, die einzigen signifikanten Abweichungen waren bei den offenen tests zu sehen wo die Probanten und die Tester wussten ob sie Imitat oder echten Spiegel vor sich hatten. Gleichzeitig wussten die Tester auch welche Zahl sie wo reingesteckt haben. Für mich ist das offensichtlich, dass die Tester den Probanten, wenn auch unbeabsichtigt das Ergebniss verraten haben, darauf wird leider überhaupt nicht eingegangen, das würde aber auch bedeuten dass die Spiegel überhaupt nicht funktionieren sondern die Signifikant besseren Ergebnisse nur darüber erzielt wurden dass der Tester den Probanten beeinflusst hat. Hehe lustigerweise tauchten dann auch noch signifikant bessere Ergebnisse bei einem Imitat auf!

Folgerungen:

  1. Die von mir gebastelten Spiegel zeigen eine Wirkung im Testarm 2 “offen”.
  2. b) Die Wirkungslosigkeit im Testarm 1 “verdeckt” erscheint etwas rätselhaft.

Die Wirksamkeit der Spiegel halte ich für erwiesen wegen:

  • der Ergebnisse der Vorexperimente
  • der Ergebnisse im Testarm 2 “offen” für den Spiegel

Für mich sehr erstaunlich dass er mit den gleichen Daten wie ich sie aus seinem Text hatte zum umgekehrten Ergebniss kommt. Als Erklärungsversuch muss wie so oft dann auch die Quantentheorie herhalten.

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